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Das Schützenwesen in Groß Oesingen -
Der Tradition verpflichtet
"Was Du ererbst von Deinen Vätern,
erwirb es um es zu besitzen"
Die Schützengilde
ist der älteste und traditionsreichste Verein in Groß Oesingen.
Das Schützenwesen in
Deutschland entstand aus der praktischen Notwendigkeit, sich bei
kriegerischen Auseinandersetzungen und räuberischen Übergriffen zu
schützen. Der Begriff "Schützenwesen" stammt also von der Funktion der
Selbstverteidigung, des Schützens von Haus und Hof und der darin lebenden
Personen.
Die ersten Hinweise
auf das ländliche Schützenwesen in unserem Raum reichen bis in das 17.
Jahrhundert zurück. Der eigentliche Ursprung dürfte jedoch viel früher
liegen.
1630
Entstehen von “Selbstschutzgruppen” im hiesigen Raum, die sich während
des 30-jährigen Krieges zum Schutz der heimischen Dörfer organisierten.
Diese Selbstschutzgruppen schlossen sich dann zu Gilden zusammen.
1631
Nach heutigen Erkenntnissen die früheste Erwähnung einer Schützengilde
in Oesingen
1653
Offizielles Gründungsjahr der Schützengilde
An der
heute noch existierenden alten Königskette ist ein silberner Vogel mit der
Jahreszahl 1653 und dem eingravierten Monogramm "CT" (vermutlich Carsten
Thies).
Das
wertet man als offiziellen Nachweis, über die Feier des ersten
Schützenfestes in Oesingen und damit als Gründungsjahr.
Der
Vogel ist übrigens der älteste, heute noch erhaltene "Schützenvogel" in
der hiesigen Region.
1660 Ältestes
erhaltenes Schild an der alten Königskette.
König war Hans Brammer.
1822 Älteste
erhaltene Fahne
1895
Älteste noch erhaltene Königsscheibe.
Die
Scheibe gehörte zum Haus Nr. 20 "Falken - Hof", später Schmidt, dann
Wolter, jetzt Prasse; König war Karl Schmidt.
Geschossen wurde damals mit dem Karabiner auf 100 m im Fuhrenkamp direkt
auf die Scheibe.
Die
Scheibe wurde 1996 restauriert von Dr. Rudi Prasse (Bemalung) und Hans
Joachim Tetzlaff (Tischlerarbeiten) und hängt seit dem im Schützenhaus.
1925
Erste urkundliche Bestätigung über die
Existenz des “Schwarzen Korps”.
Später Umbenennung in
Jungschützen.
1935
Aus der anfangs "losen Gilde" wurde eine feste Vereinigung
1949
Erstes Schützenfest nach den
Weltkriegen; Ernst Cordes wird König
1963
Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gifhorn. Seit dem ist
die Schützengilde ein eingetragener Verein.
1968
Gründung der Schießsportgruppe
1969 Bau des
Schützenhauses im Fuhrenkamp
mit 3 KK-Ständen.
Die
Arbeiten wurden von Mitgliedern der Schützengilde in überwiegender
Eigenleistung erbracht.
1975
Gründung der “Hübschen Garde”
1978
Ausbau des Schützenhaus zu der heutigen Anlage mit 5 LG-Ständen.
1978
325-Jahrfeier der
Schützengilde.
Zur
325-Jahrfeier wurden die grünen Uniformen für alle Mitglieder der
Schützengilde eingeführt. Anfangs hatte nur das Offizierskorps Uniformen,
die übrigen Teilnehmer trugen festliche Kleidung.
1982
Gründung des "Jungschützenmusikcorps", heute das
Schützen-Musikcorps
1986
Pflanzen der ersten Königseichen.
In einer
großen Gemeinschaftsaktion wurde für alle Könige nach dem 2. Weltkrieg je
eine Königseiche entlang der Mühlenstraße gepflanzt.
Seit dem
pflanzt die jeweilige amtierende Majestät jährlich im Herbst unter großer
Anteilnahme der ehemaligen Könige mit ihren Frauen und einer Abordnung des
Schützenbataillons seine Königseiche. Unter der Führung des Oberst geht es
mit Fahne und Musik vom Schützenhaus zur Pflanzstelle, wo unter dem
Beifall der Anwesenden die Eiche gepflanzt wird. Anschließend gibt es im
Schützenhaus Kaffe und Kuchen.
1989
Gründung der “Damenkompanie”
1997
Ausbau des Schützenhauses,
Vergrößerung der Sanitärbereiche
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