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Das Schützenfest heute:
In den Kriegsjahren des ersten und zweiten Weltkrieges wurden keine Schützenfeste gefeiert. Das erste Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg wurde 1949 gefeiert, nachdem die Besatzungsmächte den Gebrauch von Schusswaffen zu sportlichen Zwecken wieder erlaubt hatten. Jetzt konnten alle Oesinger Bürger König werden, die verheiratet und Mitglied in der Schützengilde waren und ihren ersten Wohnsitz in der Gemarkung Groß Oesingen hatten. Erster Schützenkönig wurde 1949 Ernst Cordes. Das Schützenfest wurde jetzt an 3 aufeinander folgenden Tagen ohne Pause abgehalten, der “Lustige Sonntag” fiel weg. Es wurde von Samstag bis Montag gefeiert, wobei am Montag das Kinderschützenfest war und die Kinder schulfrei hatten. Als es kein Schulfrei mehr gab, wurde das Schützenfest auf Freitag bis Sonntag verlegt, wobei am Sonntag Nachmittag nach wie vor Kinderschützenfest ist. Vor dem Schützenfest werden für die einzelnen Kompanien Übungsschießen angeboten. Das junge Volk verteilt Birken zum Ausschmücken des Dorfes an alle Haushalte. Es ist in Oesingen eine schöne Tradition, jedes Jahr zum Schützenfest die Straßen und Anwesen mit Birkengrün, Wimpelketten und der Oesinger Fahne zu schmücken.
Ausschießen der Könige: Die Könige werden zum Teil vor und während des Schützenfestes ausgeschossen. Die Kinder beginnen 1 Woche vor dem Schützenfest mit einem Übungsschießen. Am Mittwoch vor dem Schützenfest wird der Kinderkönig ausgeschossen. Die Kinder schiessen ausschließlich auf einem Simulator. Kinderkönig wird, wer den besten Teilerschuss abgegeben hat. Bis 1999 konnten nur die Jungen Kinderkönig werden, seit 2000 zählt der beste Schuss, egal, ob von einem Jungen oder einem Mädchen. Die Nächstplazierten erhalten Sachpreise, die zum Ende des Kinderschützenfestes ausgegeben werden. Die Proklamation erfolgt am 3. Schützenfesttag zu Beginn des Kinderschützenfestes auf dem Festzelt.
Die Hübsche Garde schießt ihre Königin nach dem Birkenaustragen am Donnerstag vor dem Schützenfest. Sie wird mit dem KK-Gewehr ausgeschossen. Es wird so lange gestochen, bis die Königin feststeht. Das Ergebnis wird geheim gehalten, bis der Jungschützenkönig ausgeschossen ist.
Die Jungschützen schießen Ihren König nach dem gleichen Verfahren wie die Hübsche Garde aus. das Königsschießen findet am Freitag Vormittag statt, also unmittelbar vor dem offiziellen Beginn des Schützenfestes. Die Proklamation erfolgt zusammen mit der Königin der Hübschen Garde am 2. Schützenfesttag beim Schützenkönig.
Die Damenkompanie schießt die Damenbeste am 1. Schützenfesttag aus, wenn das Bataillon vom Ausmarsch auf das Zelt zurückgekommen ist. Geschossen wird mit dem KK-Gewehr auf Teilerwertung. Die Proklamation erfolgt zusammen mit dem “Großen König” am 2. Schützenfesttag.
Der “Große König” wird vom Alten Korps am 2. Schützenfesttag nach dem Frühstück ausgeschossen. König kann nur werden, wer seinen 1. Wohnsitz in der Gemarkung Groß Oesingen hat, mindestens 5 Jahre Mitglied in der Schützengilde ist und verheiratet ist. Jeder Königsanwärter hat 3 Schuss, die mit dem KK-Gewehr auf Teilerwertung geschossen werden. Wer den besten Teiler errungen hat, wird König. Die drei Nächstplazierten erhalten Orden. Die Ehefrau des Königs begleitet ihn als Königin. Die Proklamation erfolgt unmittelbar nach dem Königsschießen vor dem angetretenen Schützenbataiollon. |
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